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Wie verändern sich die Hormone ab 40?

Kurze Antwort

Ab 40 beginnen die ersten hormonellen Veränderungen der Perimenopause: Progesteron fällt als erstes, Östrogen schwankt stärker und sinkt langsam, Testosteron nimmt ab, Cortisol wird schwerer reguliert. Diese Veränderungen beginnen oft 5–10 Jahre vor der Menopause und erklären viele Beschwerden in der 'besten Jahre'-Phase.

Progesteron: Das erste Hormon, das fällt

Progesteron ist oft das erste Hormon, das ab 40 merklich sinkt. Es fällt, weil anovulatorische Zyklen (Zyklen ohne Eisprung) häufiger werden – und ohne Eisprung kein Progesteron. Die Konsequenz: Schlafstörungen (Progesteron wirkt sedierend), Stimmungsschwankungen, Angst, PMS wird schlimmer, Zyklen werden kürzer oder unregelmäßig. All das kann auftreten, bevor auch nur ein Östrogenwert abweicht.

Östrogen: Schwankungen vor dem Abfall

Östrogen sinkt in der Perimenopause nicht linear – es schwankt zunächst stark, mit Phasen sehr hoher und sehr niedriger Werte. Das erklärt viele perimenopausale Symptome: Starke Blutungen (hohes Östrogen), Hitzewallungen (plötzlicher Abfall), PMS-Verschlimmerung und Brustzartheit. Erst in der späten Perimenopause und nach der Menopause fällt Östrogen dauerhaft ab.

Cortisol, Testosteron und Schilddrüse ab 40

Cortisol wird ab 40 schlechter reguliert: Die Fähigkeit, nach Stresssituationen schnell herunterzuregulieren, nimmt ab. Testosteron sinkt langsam (von Peak mit ca. 25 Jahren) und beeinflusst Libido, Energie und Muskelkraft. Die Schilddrüse bleibt meist stabil – aber da Hashimoto-Erstdiagnosen häufig in der Perimenopause fallen (und umgekehrt), lohnt sich TSH-Kontrolle. AMH (Anti-Müller-Hormon) fällt stetig und ist ein stabiler Marker der Eierstockreserve.

Weitere häufige Fragen

Welche Hormonwerte sollte ich ab 40 checken lassen?

Sinnvolles Panel ab 40 mit Hormonsymptomen: FSH + Östradiol + Progesteron (Tag 19–22 des Zyklus), TSH (Schilddrüse), AMH (Eierstockreserve), Vitamin D, Ferritin. Optional: freies Testosteron, SHBG, Cortisol (Speichel-Tagesprofil). Den TSH besonders prüfen – Hashimoto tritt bei Frauen zwischen 40–55 besonders häufig auf.

Ab welchem Alter sollte ich meinen Hormonstatus prüfen lassen?

Bei Symptomen (Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Zyklusveränderungen, unerklärliche Müdigkeit): sofort prüfen lassen, egal welches Alter. Präventiv: Basischeck ab 40–42 Jahren sinnvoll. Einen TSH sollte jede Frau ab 40 kennen. Vitamin D und Ferritin ebenfalls – beide sind häufig mangelhaft und beeinflussen stark das Wohlbefinden.

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