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Wann beginnen die Wechseljahre?

Kurze Antwort

Die Perimenopause beginnt in Deutschland im Durchschnitt mit 45–47 Jahren. Die Menopause (letzte Periode) tritt durchschnittlich mit 51 Jahren ein. Erste Symptome können aber bereits ab 40 auftreten.

Durchschnittsalter der Menopause in Deutschland

In Deutschland tritt die Menopause im Durchschnitt mit 51 Jahren ein – dieser Wert ist in den letzten Jahrzehnten stabil geblieben und unterscheidet sich kaum von anderen westeuropäischen Ländern. Wichtig: Dieser Zeitpunkt wird rückblickend festgestellt – erst nach 12 aufeinanderfolgenden Monaten ohne Menstruation gilt die letzte Blutung offiziell als Menopause. Solange noch sporadische Blutungen auftreten, befindet sich eine Frau in der Perimenopause. Die Perimenopause, die Übergangsphase vor der Menopause, beginnt typischerweise 4–10 Jahre früher – also oft zwischen 40 und 47 Jahren. Sie kann je nach Frau sehr unterschiedlich verlaufen: manche erleben sie kaum, andere sehr intensiv mit starken Hormonschwankungen.

Erste Anzeichen erkennen

Die ersten Zeichen einer beginnenden Perimenopause sind oft subtil und werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Zyklusveränderungen sind das früheste Signal: Der Zyklus wird unregelmäßiger, kürzer (unter 25 Tage) oder länger (über 35 Tage). Perioden können stärker oder schwächer werden. Verstärkte PMS-Symptome – besonders Reizbarkeit, Brustspannen und Stimmungsschwankungen in der Woche vor der Periode – sind ein klassisches Frühzeichen. Erste Schlafstörungen, besonders das nächtliche Erwachen ohne ersichtlichen Grund zwischen 2 und 4 Uhr morgens, können auftreten, noch bevor Hitzewallungen beginnen. Viele Frauen bemerken den Beginn der Perimenopause erst rückblickend – wenn die Hitzewallungen einsetzen.

Was beeinflusst den Zeitpunkt der Menopause?

Genetik ist der stärkste Einflussfaktor: Wann Mutter und Großmutter in die Wechseljahre kamen, ist ein sehr guter Prädiktor. Rauchen beschleunigt die Menopause um durchschnittlich 1–2 Jahre, da Nikotin den Östrogenstoffwechsel beeinflusst und Eierstockreserven schneller abbaut. Operative Eingriffe haben sofortige Auswirkungen: Entfernung beider Eierstöcke (Oophorektomie) löst eine sofortige chirurgische Menopause aus, auch bei jungen Frauen. Chemotherapie und Strahlentherapie im Beckenbereich können die Eierstöcke dauerhaft schädigen. Autoimmunerkrankungen – insbesondere Hashimoto, Lupus und rheumatoide Arthritis – erhöhen das Risiko einer frühzeitigen Ovarialinsuffizienz (POI). Sehr niedriges Körpergewicht oder exzessiver Sport können Hormone unterdrücken und die Menopause vorziehen.

Weitere häufige Fragen

Kann die Menopause mit 40 beginnen?

Eine Perimenopause mit 40 ist möglich und nicht ungewöhnlich. Frühe Menopause (vor 45) betrifft ca. 5 % der Frauen, vorzeitige Menopause (vor 40) ca. 1 %. Wenn Sie mit 40 typische Symptome haben, lohnt sich eine Abklärung beim Gynäkologen.

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