Fragen & Antworten

Herzrasen in den Wechseljahren: Was steckt dahinter?

Kurze Antwort

Herzrasen und Herzklopfen (Palpitationen) sind häufige perimenopausale Symptome. Ursache ist der Östrogenabfall: Östrogen reguliert das autonome Nervensystem und die Herzrate direkt. Plötzliches Herzrasen, oft begleitet von Hitzewallungen, ist meist harmlos – sollte aber bei häufigem Auftreten kardiologisch abgeklärt werden.

Warum verursachen Wechseljahre Herzrasen?

Östrogen wirkt regulierend auf das autonome Nervensystem, das Herzrate und Blutdruck kontrolliert. Wenn der Östrogenspiegel fällt oder stark schwankt, verliert das autonome Nervensystem diese Regulierung teilweise. Das Ergebnis: plötzliche Herzrasen-Episoden (Palpitationen), oft in Zusammenhang mit Hitzewallungen. Der Mechanismus ähnelt einer kurzen Aktivierung des sympathischen Nervensystems.

Schilddrüse immer ausschließen

Herzrasen ist auch ein klassisches Symptom der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Bevor perimenopausales Herzrasen angenommen wird, sollte TSH, fT3 und fT4 gemessen werden. Eine Hyperthyreose ist häufig und gut behandelbar. Auch Schilddrüsenknoten mit autonomer Funktion (heiße Knoten) können Herzrasen verursachen.

Wann ist Herzrasen gefährlich?

Gelegentliches Herzrasen bei Hitzewallungen ist meist harmlos. Abklärung nötig bei: Herzrasen über 30 Minuten, Herzrasen mit Schwindel oder Ohnmacht, unregelmäßigem Herzschlag (Vorhofflimmern), Brustschmerzen, Atemnot oder bekannter Herzerkrankung. EKG und Langzeit-EKG können harmlose Palpitationen von behandlungsbedürftigen Rhythmusstörungen unterscheiden.

Weitere häufige Fragen

Ist Herzrasen in den Wechseljahren gefährlich?

Meist nicht – perimenopausales Herzrasen ist harmlos und durch den Östrogenabfall bedingt. Aber: Immer TSH messen (Schilddrüse ausschließen), und bei häufigem, langem oder unregelmäßigem Herzrasen ein EKG machen lassen. Vorhofflimmern kommt nach der Menopause häufiger vor und muss erkannt und behandelt werden.

Was kann ich gegen Herzrasen in den Wechseljahren tun?

Hitzewallungen behandeln reduziert auch Herzrasen. Koffein und Alkohol sind klassische Auslöser – reduzieren. Atemübungen (4-7-8, Vagus-Stimulation) beruhigen das autonome Nervensystem. Magnesium (400 mg täglich) unterstützt die Herzrhythmus-Stabilität. Bei häufigem Herzrasen: Ärztin aufsuchen, TSH und EKG machen lassen.

Verwandte Themen

Ähnliche Fragen

Unsicher, was hinter deinen Symptomen steckt?

Mach unseren kostenlosen 2-Minuten-Check und bekomme eine erste Einschätzung.

Zum Symptom-Check