Unregelmäßige Blutungen in der Perimenopause: Was ist normal?
Kurze Antwort
Unregelmäßige Blutungen sind das typischste Symptom der Perimenopause. Kürzere Zyklen, gelegentliches Auslassen, stärkere oder schwächere Blutungen – all das ist perimenopausale Normalität. Abklärung nötig bei: sehr starken Blutungen, Blutungen nach Sex, Zwischenblutungen oder Blutungen nach 12 Monaten ohne Periode.
Was verändert sich bei den Blutungen in der Perimenopause?
In der frühen Perimenopause werden Zyklen kürzer (24–26 Tage), Blutungen können stärker werden. Später werden Zyklen länger und unregelmäßiger – Abstände von 35, 60, 90+ Tagen. Blutungen können schwächer oder sehr stark werden. Gelegentliches Auslassen einer Periode ist normal. Diese Veränderungen sind durch anovulatorische Zyklen bedingt: ohne Eisprung kein Progesteron, ohne Progesteron kommt es zu übermäßigem Gebärmutterschleimhautaufbau.
Wann muss abgeklärt werden?
Immer abklären: Blutungen nach bestätigter Menopause (12 Monate ohne Periode), Zwischenblutungen (Blutungen zwischen den Perioden), Blutungen nach dem Sex, sehr starke Blutungen (Pad/Tampon stündlich wechseln). Diese Symptome können auf Polypen, Myome, Endometriose oder seltener Gebärmutterschleimhautveränderungen hinweisen – eine gynäkologische Abklärung ist dann dringend nötig.
Was hilft bei starken perimenopausalen Blutungen?
Progesterontherapie (Gestagen, Mirena IUD oder mikronisiertes Progesteron) ist oft die wirksamste Therapie – sie reguliert den Gebärmutterschleimhaut-Aufbau. Hormontherapie (HRT) mit Östrogen und Progesteron regularisiert Blutungen in vielen Fällen. Nicht-hormonell: Tranexamsäure bei akut starken Blutungen, NSAIDs (Ibuprofen) reduzieren Blutungsstärke.
Weitere häufige Fragen
Wie oft sind Blutungen in der Perimenopause normal?
In der frühen Perimenopause können Blutungen noch monatlich auftreten, aber kürzer oder länger als üblich sein. Später sind Abstände von 35–90 Tagen typisch. Kein starres Muster ist zu erwarten – das ist das Kennzeichen der Perimenopause. Mehr als 12 Tage Blutung pro Zyklus oder stündlicher Pad-Wechsel sind nicht mehr normal.
Kann Progesteronmangel starke Blutungen verursachen?
Ja – das ist die häufigste Ursache starker Perimenopause-Blutungen. Ohne Eisprung (anovulatorischer Zyklus) kein Progesteron. Ohne Progesteron wächst die Gebärmutterschleimhaut unkontrolliert unter Östrogen-Einfluss und wird dann als starke Blutung abgestoßen. Progesterontherapie – orale Einnahme oder Mirena IUD – ist die Lösung.
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